ISO 45001

ISO 45001 – die neue Norm für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz

Jeden Tag sterben mehr als 7.000 Menschen an Arbeitsunfällen oder Berufskrankheiten – das
sind jährlich über 2,5 Millionen.
Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten belasten Mitarbeiter wie Unternehmen, aber auch die
Volkswirtschaft im Allgemeinen. Verluste durch Früh-Verrentung, Fehlstunden, steigende
Versicherungsprämien sind nur einige hier zu nennende Bereiche.
Um dieses Problem in den Griff zu bekommen wurde ein neuer Standard entwickelt: ISO
45001 – Anforderungen an das Arbeitsschutzmanagement. Dadurch wird ein Rahmen zur
Verbesserung der Sicherheit der Mitarbeiter, zur Verringerung der Arbeitsplatzrisiken und
zur Schaffung besserer und sichererer Arbeitsbedingungen geboten.
Die Norm wurde von einem Ausschuss aus Experten für Arbeitssicherheit und Gesundheit
entwickelt und folgt anderen generischen Managementsystemansätzen wie ISO 14001 und
ISO 9001. Weitere internationale und nationale Standards werden ebenfalls berücksichtigt
(OHSAS 18001, OSH-Richtlinien, etc.)
Als weltweit erste internationale Norm, die sich mit Sicherheit und Gesundheitsschutz am
Arbeitsplatz befasst, bietet ISO 45001, Arbeitsschutzmanagementsysteme – Anforderungen
mit Anwendungsrichtlinien, einen einheitlichen, klaren Rahmen für alle Organisationen, die
ihre Arbeitsschutzleistung verbessern möchten.

OHSAS 18001 und ISO 45001 im Vergleich?

  •  ISO 45001 und OHSAS 18001 sind beide prozessbasiert
  •  ISO 45001 ist in allen Abschnitten dynamisch – OHSAS 18001 nur teilweise
  •  ISO 45001 berücksichtigt Risiken und Chancen – OHSAS 18001 behandelt
    ausschließlich Risiken
  • ISO 45001 schließt die Ansichten von Interessenten ein – OHSAS 18001 tut dies nicht

Die Norm stellt eine signifikante Verschiebung der Wahrnehmung des
Arbeitsschutzmanagements dar. Arbeits- und Gesundheitsschutz wird nicht mehr als
„alleinstehend“ behandelt, sondern muss im Hinblick auf eine solide und nachhaltige
Organisation betrachtet werden.
Die Arbeit in einem „sicheren“ Unternehmen führt zu motivierten Mitarbeitern und beweist
interessierten Dritten, dass Arbeits- und Gesundheitsschutz aktiv gefördert wird.