BEREICHE

Unternehmensbereiche

Eine Zertifizierung – und die damit verbundene Möglichkeit zur Außendarstellung – ist oftmals der ausschlaggebende Vorteil bei der Auftragsvergabe von Projekten. Dies gilt für alle Unternehmensbereiche gleichermaßen. Da es sich bei der ISO-Norm um eine internationale Norm handelt, ist gewährleistet, dass auch Anforderungen ausländischer Unternehmen erfüllt werden können.

Nachfolgend möchten wir einige Sektoren speziell beschreiben:

Verarbeitendes Gewerbe

Voraussetzung für Effizienz ist die Erfüllung von Qualitäts- und Sicherheitsstandard. Durch eine kontinuierliche Verbesserung der Prozesse erhöht sich die Leistungsfähigkeit.

Baugewerbe

Vorteile eines QMS nach ISO 9001:2015 für Architektur- und Ingenieurbüros sind u.a. ein kontinuierlicher Verbesserungsprozess, die Durchführung strategischer Planung, die Verbesserung von Büroorganisation, die einheitliche und rationelle Projektabwicklung und die Erhöhung der Mitarbeitermotivation und -kooperation. Hieraus ergibt sich die Steigerung der Kundenorientierung und Kundenzufriedenheit sowie eine stetige Fehler-Reduzierung.

Dienstleistungsgewerbe

Ein risikobasiertes Denken und Handeln wird durch die Norm gefordert. Gerade für Dienstleistungsunternehmen in den Bereichen Handel, Logistik, Gebäude- und Industriereinigung, etc. bietet ein zertifiziertes Managementsystem die Grundlage zur Minimierung von Risiken, um so Qualität, Sicherheit und Umweltschutz zu verbessern. Das System ist ein wertvolles Werkzeug, Transparenz über die Prozesse, Ressourcen und Ziele des Unternehmens zu schaffen. Mit den richtigen Informationen können sachbezogene Entscheidungen getroffen und messbare Verbesserungen erzielt werden.

Erziehung und Unterricht

Einrichtungen und die damit verbundenen Prozesse können durch den Einsatz eines zertifizierten QMS analysiert und standardisiert werden. Damit wird kontinuierlich an einer weiteren Verbesserung der Prozesse und Dienstleistungen gearbeitet. Die Transparenz des Unternehmens und die Kundenorientierung wird verbessert. Mit einer Zertifizierung können Bildungseinrichtungen sich in ihrer Außendarstellung präsentieren. Sie zeigen, dass ihre Bildungsangebote, Schulungsräume sowie Ihre Schulungstechnik von gleichbleibender Qualität sind und dass die Dozenten Experten auf ihrem Gebiet sind und es verstehen, Wissen zu vermitteln.

Ernährungsgewerbe

Der Zeitgeist fordert ganzheitliche Ernährungs- und Gesundheitskonzepte auf höchstem Niveau.

Ziel ist es, Produkte so herzustellen, dass sie den höchsten Qualitätsansprüchen der Kunden sowohl hinsichtlich der Inhalte, der eingesetzten Rohstoffe in den Produkten und der Verarbeitung als auch bezüglich der Auswirkungen auf den menschlichen Körper genügen.

Herstellung von pharmazeutischen Erzeugnissen

Produkte, die die Gesundheit von Menschen beeinflussen können, stehen besonders im Fokus der Öffentlichkeit. Ein nachweisliches Qualitätsmanagement mit Qualitätskontroll- und Qualitätssicherungseinheiten bezieht die Kundenanforderungen und fortlaufende Verbesserungsprozesse mit ein.

Das Managementsystem zielt darauf ab, Ausgangsstoffe, Zwischen- und Endprodukte zu analysieren und erst dann freizugeben, wenn die gewünschte Produktqualität vorhanden ist. Qualitätsmanagement-Einheiten werden bei der Bewertung der Qualität von Lieferanten und Lohnherstellern, bei der Durchführung von Prozesskontrollen während der Fertigung und bei Untersuchungen zur Betriebshygiene eingebunden. Hier ist besonders auf die Schulung der Mitarbeiter zu verweisen; das Wissen des Unternehmens muss so weitergegeben werden, dass der Risikofaktor „Mensch“ durch ständige Kontrollwerkzeuge beurteilt werden kann.

Gesundheits- und Sozialwesen

In stationären und ambulanten Einrichtungen der Gesundheitsversorgung werden durch die Einführung des QMS Prozesse und Strukturen optimiert und transparenter gestaltet. Durch die systematische Analyse von Vorgängen, sowie der Umsetzung der sich ergebenden Maßnahmen, entstehen Messgrößen, die es einer Einrichtung ermöglichen, Verbesserungspotenziale zu erkennen und umzusetzen. Ein Managementsystem hat das Ziel, Fehler und Risiken zu minimieren und die Sicherheit zu fördern – sowohl für die Patienten als auch für das Personal. Das risikobasierte Denken hilft hier, schwerwiegende Fehler zu vermeiden, was insbesondere im Gesundheits- und Sozialwesen unabdingbar ist, da Leidtragende hier direkt Menschen sind.

Arztpraxen

Von Vertragsärztinnen und Vertragsärzten, Vertragspsychotherapeutinnen und Vertragspsychotherapeuten, medizinischen Versorgungszentren, Vertragszahnärztinnen und Vertragszahnärzten sowie zugelassenen Krankenhäusern wird gemäß Qualitätsmanagement-Richtlinie (QM-RL) des Gemeinsamen Bundesausschusses (GBA) ein einrichtungsinternes Qualitätsmanagement gefordert.

Mit der QM-RL über die grundsätzlichen Anforderungen an ein einrichtungsinternes Qualitätsmanagement wurden durch die Mitglieder (GKV-Spitzenverband, DKG, KBV und KZBV) u.a. für Arztpraxen hierzu eindeutige Festlegungen getroffen.

Mit der Zertifizierung des Qualitätsmanagementsystems nach ISO 9001 kann die Qualitätsfähigkeit der zertifizierten Praxis nachgewiesen werden. Auch die Qualitätsinitiativen der Kassenärztlichen Vereinigungen nutzen ISO 9001 als Basis für Anforderungen an Qualitätsmanagementsysteme in Arztpraxen.

 Apotheken

Gemäß §2a der Apothekenbetriebsordnung müssen Apothekenleiter ein Qualitätsmanagementsystem entsprechend Art und Umfang der pharmazeutischen Tätigkeiten betreiben. Mit dem Qualitätsmanagementsystem müssen die betrieblichen Abläufe festgelegt und dokumentiert werden.
Darüber hinaus wird Apotheken empfohlen, regelmäßig an Maßnahmen zu externen Qualitätsüberprüfungen teilzunehmen

Als geeignetes Modell zur Einführung und Zertifizierung eines Qualitätsmanagementsystems in Apotheken hat sich ISO 9001 in der Praxis bereits vielfach bewährt. Auch die Qualitätsinitiativen der Apothekerkammern nutzen ISO 9001 als Basis für Anforderungen an Qualitätsmanagementsysteme in Apotheken.

Grundsätzlich ist die ISO-Norm 9001 ein adäquates Mittel, Risiken aufzuzeigen, sie zu minimieren oder eventuell komplett auszuschalten. Das ist besonders dort wichtig, wo durch Fehler eine Gefahr für Leib und Leben bestehen kann.

Werkstätten für Menschen mit Behinderung

Häufig sind Werkstätten für Menschen mit Behinderung die einzige Möglichkeit, ihren Fähigkeiten entsprechend eine sinnvolle, qualitativ hochwertige Tätigkeit auszuüben. Die pädagogische Arbeit steht im Vordergrund, jedoch muss das hergestellte Produkt auch die Erwartungen der Kunden erfüllen.

Daher ist die Zertifizierung des Qualitätsmanagementsystems in Werkstätten für Menschen mit Behinderung als Zulieferer für die Industrie,in der zertifizierte Qualitätsmanagementsysteme bereits seit vielen Jahren gefordert werden, ein wichtiges Instrument.

Kindertagestätten

In vielen Bereichen des Gesundheits- und Sozialwesens gewinnen Qualitätsmanagementsysteme und deren Zertifizierung nach ISO 9001 immer mehr an Bedeutung. Dies dient auch dazu, gegenüber Dritten einen Qualitätsstandard nachzuweisen.

Jugendhilfeeinrichtungen

Das SGB III fordert im § 79a von Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe sich an Maßnahmen zur Qualitätsentwicklung zu beteiligen.

Hier ist der Einsatz der Norm ein zusätzliches Mittel zur Sicherstellung der Qualität der pädagogischen Ausrichtung.